Boris Garlitsky
Violine

Pianistin: Elena Garlitsky
Boris Garlitsky ist ein überaus lebendiger Musiker von hoher Intelligenz und Flexibilität; ihn zeichnen ein wunderbar runder Ton und zuverlässige Technik aus […] Als ehemaliger Konzertmeister des London Philharmonic Orchestra kann sich Herr Garlitsky mit allen Konzertmeistern der Spitzenorchester der Welt, wie etwa New York, Wien, Berlin usw., messen und bei allen führenden internationalen Orchestern eine herausragende Rolle spielen.
Diese Worte stammen von Kurt Masur, einem der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, mit dem Boris Garlitsky viele Jahre zusammengearbeitet hat. Und doch erfassen sie nur einen Teil von Garlitskys musikalischem Facettenreichtum.
1982 gewann Boris Garlitsky den Paganini-Wettbewerb in Italien und machte sich in der Folge einen Namen als Solist. Seither tritt er u.a. mit dem London Philharmonic Orchestra, dem RSO Wien, dem Chamber Orchestra of Philadephia (unter Leitung von Ignat Solzhenitsyn), dem British Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Mailänder Giuseppe Verdi-Orchester auf. Seine Interpretation von Schostakowitschs Violinkonzert mit dem Orchestre national de Lyon nannte Philippe Andriot unglaublich stark, des großen Oistrach würdig, dem das Werk gewidmet ist (Lyon Figaro).
Garlitsky nimmt an zahlreichen internationalen Musik-Festivals teil. Regelmäßiger Gast ist er beim Pablo Casals-Festival in Frankreich, bei Mostly Mozart in New York, bei den Londoner Proms, beim Schleswig-Holstein Musik Festival sowie bei Gidon Kremers Kammermusikfest im österreichischen Lockenhaus. Daneben hat Garlitsky Auftritte beim BBC, Radio France sowie verschienenen Sendern in Italien, Russland und den Vereinigten Staaten.
Boris Garlitsky war ein würdiger Partner von Anne-Sophie Mutter in Bachs Doppelkonzert, das sie mit dem London Philharmonic Orchestra aufführten... Allein die gigantische Chaconne aus der Partita in d-moll fur Violine solo und deren Wiedergabe durch Boris Garlitsky machte die Matinee zu einem Konzertereignis der Sonderklasse. Die Verbindung von hoch differenzierter und ungemein farbenreicher Spielmanier mit einer glasklaren geistigen Durchdringung der Musik und der ausdrucksvollen Charakterisierung der einzelnen Variationen stand in der Tat für eine Bach-Deutung von singulärer Tiefe und authentischer Aussage ein. (Dr. Karl Georg Berg)
Garlitsky ist ein herausragender Kammermusiker und Mitglied des Streichtrios Hermitage (Boris Garlitsky, Alexander Zemtsov und Leonid Gorokhov), dem besten seiner Art, ein wahrer Diamant, so Joanne Talbot in der Zeitschrift Strad.
Das Repertoire von Garlitsky ist überaus groß. Zu seinen Partnern gehören Pinchas Zuckerman, Gidon Kremer, Marta Argerich, Anne-Sophie Mutter, Vadim Repuin, Truls Mork, Maria-Joao Pires. Nicht zuletzt verdankt Garlitsky seine Beliebtheit unter Kollegen seinem einnehmenden Gemüt. Garlitskys Charisma ist offenkundig. Eine erste Geige von derartiger Präsenz ist ein Segen für jedes Ensemble (La Montagne).
Boris Garlitsky wurde in Russland geboren; seinen ersten Musikunterricht erhielt er bei seinem Vater, dem Autor des bekannten Lehrwerks für junge Geiger Schritt für Schritt. Es folgte ein Studium bei Professor Jankelewitsch am Konservatorium in Moskau, darauf Anstellungen bei den Moscow Virtuosi sowie als Konzertmeister beim London Symphony Orchestra, der Covent Garden Opera, dem Wiener ORF-Symphonieorchester, den Hamburger Philharmonikern u.a.
Heute widmet Garlitsky einen erheblichen Teil seiner Zeit dem Unterricht und ist Professor an zwei überragenden Musikhochschulen, der Conservatoire Nationale Supériore de Paris und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Zudem bietet er jedes Jahr Meisterklassen an. Im April 2010 wird Garlitsky eine Unterrichtsreihe am Curtis Institute in Philadelphia und dem Peabody in Baltimore leiten.
Als Lehrer zeigt er sich sehr erfolgreich und ist eine Bereicherung für j?des musikalische Institut, ob Orchester oder Hochschule. Sein Wissen, seine Tatkraft, seine Erfahrung, seine Ehrlichkeit und seine Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und Harmonie zu schaffen, sind meiner Meinung nach der Grund, warum er für die nächste Musikergeneration Vorbild und Leitstern sein kann (Kurt Masur).
Gottfried von der Goltz
Violine und Barockvioline

Klavier und Cembalo: Peter Wittenberg
Gottfried von der Goltz gehört zu jenen Geigern, die sich auf ihre Werke stilistisch wie Spezialisten einlassen, ohne sich damit in eine Nische sperren zu lassen. So ist es für ihn kein Widerspruch, dass er sich nicht nur als Geiger historischer Aufführungspraxis einen international beachteten Namen gemacht hat, sondern gleichzeitig als Lehrer für moderne Violine.
Seine langjährige Arbeit als künstlerischer Leiter des Freiburger Barockorchesters hat ihm einen reichen Erfahrungsschatz ermöglicht, nicht nur Erfahrungen als Ensembleleiter, sondern damit auch eine stilistisch hohe Kennerschaft im Umgang mit dem Repertoire des 17., 18., 19., 20. und auch 21. Jahrhunderts. So liegt auch nah, dass in den von ihm geleiteten Konzertprogrammen Werke des Dresdner Barock, der Wiener Klassik oder der deutschen Romantik genauso mit ambitionierten Interpretationen zu hören sind, wie zum Beispiel Werke von Arnold Schönberg, Béla Bartók oder Uraufführungen etwa von Rebecca Saunders, Michel van der Aa oder Jörg Widmann.
Nach ersten Lehrjahren bei seinem Vater Konrad von der Goltz und bei Ramy Shevelov in Hannover hat er seine Ausbildung an der New Yorker Juilliard School und bei Rainer Kussmaul an der Freiburger Musikhochschule abgeschlossen. Mit 21 Jahren wurde Gottfried von der Goltz Mitglied des Sinfonieorchesters des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg. Zwei Jahre später entschied er sich gegen die gesicherte Position im Sinfonieorchester und für die künstlerisch herausfordernde Tätigkeit im Freiburger Barockorchester.
Neben vielschichtigen kammermusikalischen Engagements hat Gottfried von der Goltz auch die künstlerische Leitung des Norsk Barokkorkesters inne. Darüber hinaus ist er als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg ein gefragter Lehrer für barocke und moderne Violine.
Thomas Riebl
Bratsche

Assistent: Predrag Katanic (Linz)
Pianistinnen:
Yumi Sekiya (13. - 21.8.) und Biliana Tzinlikova (21. - 29.8.)
Repertoire: ein Werk von J.S.Bach und zumindest ein weiteres Stück
wurde 1956 in Wien geboren. Er studierte mit Siegfried Führlinger, Peter Schidlof und Sandor Végh. Mit 16 Jahren debütierte er im Wiener Konzerthaus; seither konzertierte er auf den bedeutensten Podien Europas und der U.S.A.(z.B. Goldener Saal des Wiener Musikvereins, Concertgebow Amsterdam, Carnegie Hall), mit Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, den Wiener und Berliner Symphonikern, dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks und dem Finnischen Radio-Symphonie-Orchester, mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Horst Stein, Edo de Waart, Andrew Davies und Sylvain Cambreling.
Er war Gast bei vielen renommierten internationalen Musikfestivals, und musizierte u.a. mit Jessye Norman, Gidon Kremer, Benjamin Schmid, Thomas Zehetmair, Isabelle Faust, Joshua Bell, Tabea Zimmermann, Natalia Gutman, Boris Pergamenschikow, Steven Isserlis, Sabine Meyer, Andras Schiff, Oleg Maisenberg, Elisabeth Leonskaja, Pierre-Laurent Aimard und dem Juilliard String Quartet. Thomas Riebl gewann Preise bei den internat.Wettbewerben in Budapest(1975) und München/ARD(1976) sowie den 1.Preis und den Ernst-Walfisch-Gedächtnispreis beim Internat.Naumburg-Violawettbewerb in New York 1982.
1972 - 1979 war er Bratscher des Wiener Franz-Schubert-Quartetts (1.Preis beim Wettbewerb der Europäischen Rundfunkanstalten in Stockholm 1974); von 1979 - 2004 war er Mitglied des Wiener Streichsextetts, mit welchem er ausgedehnte Konzerteisen unternahm, regelmäßig bei den bedeutendsten Musikfestivals, wie den Salzburger Festspielen, den Wiener und Berliner Festwochen und dem Edinburgh Festival gastierte sowie viele CDs (u.a. für EMI) und Videos aufnahm. Als Solist spielte er zahlreiche CDs für RCA, pan classics und Hyperion Records ein.
Seit 1983 ist er Professor an der Universität Mozarteum Salzburg und gab unzählige Meisterklassen an den bedeutensten internationalen Musik-Hochschulen. Viele seiner StudentInnen gewannen internat. Wettbewerbe, wurden ProfessorInnen an Musik-Hochschulen sowie Mitglieder führender Orchester und Streichquartetten.
Conradin Brotbek
Violoncello

1960 in Biel geboren; international renommierter Cellist, Pädagoge und Komponist, zählt zu den führenden Musikerpersönlichkeiten der Schweiz.
Professur für Violoncello an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und an der Hochschule der Künste Bern, sowie an der Internationalen Sommer-Akademie Lenk.
Conradin Brotbek spielt das Joseph filius Andrea Guarnerius-Cello „ex Jules Delsar, André Lévy“ aus dem Jahre 1700 und ist Violoncellist des ARIA Quartetts.
Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Cellist konzertiert als Solist und Kammermusiker an wichtigen Festivals und Musikzentren in ganz Europa, im Nahen und Fernen Osten, in Australien, China und den USA.
Conradin Brotbek studierte u.a. bei Stanislav Apolin und Marek Jerie (Luzern), Pierre Fournier (Genf), Janos Starker (Wien), Jacqueline du Pré und Willian Pleeth (London). Nachhaltige Impulse erhielt er durch das LaSalle Quartett (Basel) und das Amadeus Quartett (Köln).
1985 Solistendiplom „mit Auszeichnung“ an der Musikhochschule Luzern und Verleihung des Edwin Fischer-Gedenkpreises der Stadt Luzern.
Zahlreiche Radio- und Fernsehaufnahmen sowie Schallplatten- und CD-Einspielungen (ECM, Novalis, Pan Classics, Derecha u.a.) dokumentieren seine künstlerische Arbeit.
Xenia Jankovic
Violoncello

Pianist: Nenad Lecic
Xenia Jankovic ist 1958 in Nis, Serbien geboren. Als sechsjährige entscheidet sie sich für das Cello als ”ihr Instrument” und gibt drei Jahre später ihr vielbeachtetes Debüt als Solistin mit den Belgrader Philharmonikern. 1970 erhält sie ein Staatsstipendium an der Zentralen Musikschule des Moskauer Konservatoriums und ist Schülerin von Stefan Kalianov und Mstislav Rostropowitsch.
Sie studiert bei Pierre Fournier in Genf und André Navarra in Detmold. Nach nationalen und internationalen Erfolgen gewinnt sie den ersten Preis des renommierten
Gaspar Cassado-Wettbewerbs in Florenz 1981, der ihr die Anerkennung und Aufmerksamkeit der internationalen Musikwelt bringt. Große menschliche wie künstlerische Vorbilder sind für sie Sandor Vegh und György Sebök, die sie nachhaltig inspirieren.
Solistische Auftritte mit Orchestern wie dem Philharmonia Orchestra London, dem Radio-Symphonie-Orchester Berlin, der Ungarischen Philharmonie, den Moskauer Sinfonikern und Sonatenabende in Paris, London, Moskau und Berlin sind vom Publikum sowie der Presse enthusiastisch aufgenommen worden - man spricht von ihrer tiefen Verbundenheit mit der Musik und von unvergesslichen Erlebnissen.
Als engagierte Kammermusikerin spielt sie mit György Sebök, Gidon Kremer und Andras Schiff; sie ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals in Österreich, Schweiz, England, Deutschland und Korea. Xenia Jankovic zählt zu den interessantesten Cellistinnen der Gegenwart.
Xenia Jankovic war Professorin für Cello and der Musikhochschule in Würzburg 1990-2004; seither an der MHS Detmold.
